Danksagung Dissertation Doktorarbeit Mit

Re: Danksagung - ja, nein?

Beitragvon BertaFrieda » 01.02.2011, 17:37

Hallo Nicky,

ich glaube, dass das mit den Danksagungen so ähnlich ist wie beim Zeugnisschreiben: Da steht sehr viel zwischen den Zeilen. Wenn du also deinem DV oder deiner DM nur "für die Bereitschaft zur Übernahme der Betreuung" (oder so) dankst, dann ist das vielleicht ähnlich wie eine Zeugnisformulierung, die ungefähr lautet "... war stets bemüht, den Anforderungen zu entsprechen". Und das heißt so viel wie: hat es nicht gebracht.

Ich habe im Rahmen eines Projektes sehr viele Dissertationen (>800) aus unserem Fachbereich durchgesehen und eine Danksagung war meist vorhanden. Ich kann mich natürlich nicht an alle erinnern und habe auch nicht alle explizit gelesen, denke aber, dass dem DV oder der DM fast immer gedankt wurde. Nur die Qualität dieses Danks schwankte erheblich.

Was die Eltern angeht, frage ich mich, warum es überhaupt erheblich ist, zu erwähnen, dass nicht mehr beide leben. So wie du es formuliert hast, geht es dir ja darum, ihnen dafür zu danken, dass sie dich unterstützt haben (auch über die Diss hinaus). Und das haben sie eben so lange getan, wie sie lebten. Ich hielte es sogar für möglich, meinen Eltern zu danken, wenn sie schon beide verstorben wären (vorausgesetzt ich fange überhaupt mal an mit der Diss). Ich würde also gar nicht betonen, dass bereits ein Elternteil verstorben ist.

Einen Gruß von:
BertaFrieda.

Vorwort: Danksagung und Widmung?

Beitragvon Christian » 01.04.2009, 18:12

Hallo zusammen,

endlich bin ich in der glücklichen Lage, ernsthaft am Vorwort herumfeilen zu können, denn alle Prüfungen sind überstanden, der Verlagsvertrag ist unterschrieben und die Druckfreigabe wurde erteilt.

Auch wenn es verrückt klingen mag: Mit dem Vorwort plage ich mich schon recht lange herum. Einerseits möchte ich gerne meinem DV sowie dem Zweitgutachter danken und die Arbeit meinen Eltern und den jüngst verstorbenen Großeltern widmen (was inhaltlich sogar passte, denn es gibt Paralellen zwischen meinem Untersuchungsgegenstand und deren Lebensläufen).

Andererseits möchte ich mir eventuelle Peinlichkeiten ersparen und es soll ja auch nicht zu dick aufgetragen wirken usw.

Daher meine Frage an Euch: Wie schätzt Ihr das ein? Kann das Vorwort ruhigen Gewissens auch sowas enthalten, ohne gleich zu persönlich/merkwürdig auszufallen?

Und wie sieht es mit Politik(er)schelte aus: Zu Beginn des Vorworts wollte ich - zumindest in einer Fußnote - noch meine Bedauern über das erneute Vor-die-Wand-Fahrens eines Umweltgesetzbuches zum Ausdruck bringen. Auch dabei bin ich mir nicht ganz sicher: Verdient wäre der leichte Rüffel allemal - andererseits ist das kurzfristige/-lebige Alltagspolitik, auf die man vielleicht nicht in hoffentlich etwas länger in den Regalen stehenden Dissertationen eingehen sollte - oder?

Wäre für Eure Meinungen bzw. Euren Rat sehr dankbar!

Viele Grüße
Christian

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